Endlich etwas zu Beissen: von der Brei- zur Familienkost

Steht bald der erste Geburtstag deines Nachwuchses an, so ist nun auch langsam die Zeit gekommen, dass du und dein Kind von Breien, pürierten Lebensmitteln und Gläschenkost Abschied nehmt. Der Umstieg auf die Familienkost kann langsam aber sicher starten.

Sanfter Übergang
Ab dem 10. Lebensmonat geht es mit dem buchstäblichen Begreifen des Erwachsenenessens los. Wenn sich dein Kind an die bisherigen Breimahlzeiten gut gewöhnt hat, so darf es mit den ersten Zähnchen auch mal ein zuckerfreier Zwieback zum Anknabbern sein. Hier geht es nicht um die Menge die dein Sprössling isst, sondern vielmehr um die Hand-Mund-Motorik und das Ausprobieren. Es darf auch nach Belieben mal eine Möhre oder Banane getestet werden. Wichtig ist, dass du dein Kind nicht überforderst. Klappt es mit einem Lebensmittel gut, darf das nächste ausprobiert werden. Falls nicht – leg eine paar Tage Pause ein und versuch es erneut. Es gibt viele weiche Obst- und Gemüsesorten wie Tomaten, Gurken, Nektarinen, Pfirsich, Birnen usw. die du auch schnell schälen kannst. Die solltest du in der ersten Zeit favorisieren.

Hart oder Weich – Keine halben Sachen
Von Brei mit harten Stückchen solltest du Abstand nehmen. Lieber ganz weich wie gewohnt oder hart zum Knabbern. Sind unerwartete härtere Stücke im flüssigen Brei, erhöht das logischerweise die Gefahr des Verschluckens. Lieber nacheinander geben. Dann weiß dein Kind auch, was es erwartet. Besser ist es auch, wenn du die Kost immer dickflüssiger werden lässt. Nach und nach einfach die Konsistenz erhöhen. So zum Beispiel nicht alles mit dem Pürierstab zerkleinern, sondern auch mal zum Kartoffelstampfer greifen. Und eine Woche später nur noch mit der Gabel zerdrücken und das so lange, bis das Gemüse, die Kartoffel oder das Obst eben groß bleibt.

Nur Geduld
Dein kleiner Racker findet Nektarinen oder Tomaten nicht gut oder verweigert plötzlich den Brokkoli? Nur Geduld! Selbst wenn der eigentliche Geschmack durch die Breie schon bekannt ist, so fühlt sich das alles so anders an auf der Zunge. Verständlicherweise findet dein Kind nicht alles auf Anhieb toll. Immer wieder neu versuchen. Mach das Kind neugierig, indem du ihm es ihm sprichwörtlich vorißt. Darf dein kleiner Liebling mal von deinem Gemüse probieren und ihr esst zusammen abwechselnd weiter, macht das Ganze natürlich doppelt Spaß. Dir sicher auch. Und wenn der Nachbarsjunge im gleichen Alter schon alles vom Tisch mitspeist, so braucht dies auf keinen Fall euer Tempo sein!

Regeln am Tisch
Je früher gewisse Regeln eingeführt werden, umso schneller wird der kleine Erdenbürger diese verstehen und akzeptieren. Natürlich soll dein Kind das Essen anschauen und ausprobieren dürfen, aber spätestens wenn es damit spielt und matscht, sollte Schluss sein. Auch schmatzen, schlürfen und rülpsen gehören nicht an den Tisch. Welche Regeln auch immer für dich wichtig sind, achte nur darauf, dass du von Anfang an konsequent bist und dir mit deinem Partner einig bist – eben wie bei der gesamten Kindererziehung.

Familienessen
Ist der Übergang zur Familienkost vollbracht, so bringt es auf der einen Seite Erleichterung, nicht immer ein Extra-Essen zuzubereiten. Es bringt auch den großen Vorteil, dass ihr alle zusammen am Tisch sitzen könnt. Genieß diese Familienzeiten. Schwierige Themen oder gar Streitigkeiten gehören ganz bestimmt nicht an den Tisch. Hier ist jetzt der Austausch zwischen allen gefragt. So wird dein Kind es von klein an kennen- und liebenlernen.

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