Wassergeburt – der sanfte Weg

Was ist eine Wassergeburt
Bist du auf der Suche nach einer schonenden, ruhigen und relativ schmerzfreien Geburtsmethode? Möchtest du dein Kind mit wenig Stress aber besonders viel Behaglichkeit zur Welt bringen? Dann kannst du von der Möglichkeit Gebrauch machen, dein Kind unter Wasser zu gebären.
Auch wenn es sich abenteuerlich anhört, so ist eine Wassergeburt eine ebenso natürliche Sache wie die „normale“ Geburt an der Luft. Das warme Wasser hat nicht nur eine entspannende, sondern auch eine deutlich schmerzlindernde Wirkung. Die heilende Kraft des Wassers wird ja in vielen anderen Bereichen eingesetzt. Was liegt also näher, als sich diese guten Eigenschaften auch bei Geburten zu Nutze zu machen? Für das Baby besteht dabei nicht das Risiko, als „Unterwasserkind“ zu ertrinken, denn es hat einen angeborenen Tauchreflex und versucht nicht, unter Wasser Luft zu holen.

Vorteile und Nachteile der Wassergeburt
Vielleicht ist die Vorstellung ungewohnt, aber die Geburt unter Wasser ist eine der angenehmsten Geburtsformen für Mutter und Kind. Seit den 70-er Jahren wurde sie bei uns immer populärer. Ungeeignet ist sie lediglich für Frauen mit einer Risikoschwangerschaft. Das betrifft also Früh- oder Mehrlingsgeburten oder Kinder in Beckenendlage. Auch wenn du eine Peridualanästhesie wünschst oder an Hepatitis erkrankt bist, kannst du dein Kind nicht auf diese Weise zur Welt bringen. Für alle anderen gilt: Eine Wassergeburt ist nicht nur harmlos, sondern auch risikoärmer als die Standardgeburt.
Insgesamt verbringst du während einer durchschnittlichen Geburt maximal 2,5 Stunden in der Wanne, doch zwischendurch kannst du sie jederzeit verlassen. Selbst ein Dammschnitt lässt sich unter Wasser ebenso einfach durchführen wie im Trockenen, ist aber weitaus seltener erforderlich.
Nach der Geburt bleibst du noch circa 10 Minuten in der Geburtsbadewanne und wirst dann umgebettet, in ein normales Bett. Anschließend kannst du sofort dein Baby in den Arm nehmen und dein Mutterglück richtig genießen.

Wo ist eine Wassergeburt möglich
Die meisten Kliniken bieten heute die Möglichkeit einer Wassergeburt an und haben ihre Entbindungsstation um einen „Wohlfühlraum mit Badewanne“ erweitert. Auch gibt es in vielen größeren Städten „Geburtshäuser“, in denen eine besonders natürliche Atmosphäre herrscht. Hier solltest du dich jedoch rechtzeitig anmelden, denn auf den spontanen Entschluss zur Wassergeburt sind sie nicht eingestellt. Rechtzeitig die Hebamme über die Wunschgeburt informieren, denn sie hat immer nützliche Tipps parat!

Was es sonst noch gibt
Geburtsforscher haben herausgefunden, dass auch die Babys eine Wassergeburt als besonders sanft und angenehm empfinden. Wohlige Wärme und gedämpfte Geräusche machen den Eintritt in die „Welt da draußen“ viel schöner. Auch das Wochenbett ist nach einer Wassergeburt wesentlich angenehmer und du fühlst dich schneller wieder fit.

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