Zeit schaffen

Papa Rick & Baby Tim

Die ersten Monate im Leben eines Kindes vergehen so rasch, dass schon viele Väter die Zeit bereut haben, die sie nicht mit ihrem Sprößlich verbracht haben.
Ständig entdeckt ein Baby etwas Neues und erlernt Fähigkeiten und bevor man es sich versieht, kann es laufen und sprechen. In diesem aufregenden Lebensabschnitt wäre es super, wenn Mann so viel Zeit wie nur möglich mit seiner Familie verbringen kann. Aber Zeit ist knapp.
Nicht, dass man eigene Interessen völlig vernachlässigen muss, aber jetzt ist die Zeit, das persönliches Zeitbudget zu durchforsten, unnötigen Balast zu entfernen und gemeinsame Zeit zu schaffen. Ich jedenfalls hab genau das gemacht, was darin resultierte, dass ich ungefähr seit unser Kleiner einen Monat alt ist, wesentlich mehr Zeit für ihn und seine Mama habe, als vorher möglich gewesen wäre.

Wie genau ging das? Am wichtigsten war, dass ich Fernsehen aufgegeben habe – komplett, von einem Tag auf den anderen! Und das vermisse ich kein bisschen. Jetzt muss ich noch die Mama überzeugen ;)
Zusätzlich konnte ich mich mit meiner Chefin auch auf flexiblere (und kürzere) Arbeitszeiten einigen, dafür auch bei entsprechend angepasster Entlohnung. Klar, das geht nicht immer, aber es gibt auch noch andere Möglichkeiten ein bisschen mehr gemeinsame Zeit zu schaffen. Hier noch einige grundsätzliche Ideen dazu:

  • Zeitig schlafen! Wenn Baby morgens aufwacht, gibt es auch keinen Schlaf mehr für Mama und Papa, also geht vielleicht eine Stunde eher als sonst in Bett.
  • Baby mitnehmen! Viele notwendige Besorgungsgänge lassen sich mit Baby im Schlepptau erledigen. Selbst Sonntags Morgen joggen kann man mit Baby in einem geeigneten Kinder-Sportwagen. Dann kann Mama auch noch ein bisschen länger schlafen.
  • Zurückstecken! Sorry, aber jeden Abend auf ein Bier zu den Kumpels oder zocken müssen für eine Weile ausfallen. Wenigstens einmal pro Woche wäre sowas zwar schön, aber wenn es nicht geht, dann geht´s eben erstmal nicht.
  • Fernsehkonsum einschränken! Mal ehrlich, das meiste was kommt, müssen wir doch garnicht sehen. Und es geht auch sehr gut mit deutlich weniger oder ganz ohne TV.
  • Auf Vorrat kochen! Die Zeit in der Küche kann man effektiv verkürzen, wenn man für zwei oder mehr Mahlzeiten auf einmal kocht.
  • Weniger Arbeiten! Zusätzlichen Pflichten und Deadlines sind keine gute Idee, wenn man gerade Papa geworden ist. Dort, wo es möglich ist, kann man auch versuchen mit dem Chef über vorübergehende Teilzeit sprechen, oder wenigstens über ein bisschen Flexibilität in der Arbeitszeit. Es hilft schon ungemein, wenn man mal eben eine Stunde Zeit hat, den Kleinen zum Arzt zu bringen oder sonstige Besorgungen tagsüber zu erledigen.

Die gewonnene Zeit kann man dann mit seinem Kind verbringen. Beim gemeinsamen Spielen, bei Ausflügen in den Zoo oder Park, bei zu-Bett-bringen und beim Vorlesen.
Wichtig ist aber, dass Frei-Zeit eine ganz andere Qualität bekommt, wenn man nicht schon wieder den nächsten Termin im Hinterkopf behalten muss.

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