Gläschenkost oder Selbstgekochtes?

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Mit jeder Wachstumsphase deines Babys steigt auch sein Energiebedarf. Im Vordergrund steht dabei stets die optimale altersgerechte Ernährung für dein Kind. Ergänzend zur Muttermilch bzw. zum Fläschchen isst es bis zum Übergang zum Familientisch für einige Monate pürierte Lebensmittel. Spätestens mit dem Beginn der Beikost stehen Eltern vor der Entscheidung, ob sie ihrem Nachwuchs Gläschenkost oder Selbstgekochtes füttern sollen.

Vor- und Nachteile der Gläschenkost

Eine bunte Palette an unterschiedlichster Gläschennahrung offenbart sich dir im Supermarkt. Verschiedene Marken versprechen optimal auf den Bedarf deines Babys abgestimmte Kost. Sowohl die Zutaten, als auch die Herstellung unterliegen strengsten Kontrollen und müssen hohe Qualitätsauflagen erfüllen. Es dürfen nur Biolebensmittel verwendet werden. Somit befinden sich ausschließlich unbehandelte, schadstofffreie Inhaltsstoffe in der Nahrung. Fertiggläschen enthalten eine Vielzahl an wichtigen Vitaminen und Nährstoffen. Darüber hinaus zeichnen sie sich durch ihre feine Konsistenz aus.

Den offensichtlichen Vorteilen gegenüber stehen die relativ hohen Kosten, die mit dem Kauf von Babynahrung verbunden sind. Außerdem entsprechen die Altersangaben auf den Gläschen teilweise nicht den ernährungswissenschaftlichen Empfehlungen. Einige Breie beinhalten Beimischungen, wie Zwiebeln oder Gewürze, welche nicht unbedingt für jüngere Säuglinge geeignet sind. In anderen wiederum befinden sich zu viele verschiedene Gemüsesorten. Diese Zusammensetzung widerspricht dem Stufenplan zur sanften Einführung der Beikost. Demnach sollten Babys immer nur jeweils eine neue Sorte ausprobieren, damit Unverträglichkeiten, Verdauungsprobleme oder allergische Reaktionen auf einen bestimmten Bestandteil zurückgeführt werden können.

Vor- und Nachteile selbstgekochter Babybreie

Selbstgekochtes ist deutlich günstiger als Gläschenkost. Wenn du Gemüse aus dem Supermarkt erwirbst, achte auf das Biosiegel! Babys Großeltern freuen sich zweifelsohne, wenn sie durch frisches Gemüse aus dem eigenen Gartenanbau etwas zur ausgewogenen Ernährung ihrer Enkelkinder beitragen können. Selbstgekochte Speisen kannst du ganz einfach für den Eigenbedarf verwerten, indem du vor dem Würzen eine Portion wegnimmst und diese für dein Kleines pürierst. Du bestimmt selber, welche und wie viele verschiedene Lebensmittel dein Kind bekommen soll. Im Zuge des sanften, allergenarmen Einstiegs in die Beikost benötigt dein Kleines wenig Abwechslung.

Die Zubereitung kann sich aufwändig gestalten, vor allem wenn du nur für eine einzelne Mahlzeit kochst. Du solltest das Gemüse nicht zu lange kochen, denn dann besteht die Gefahr, dass wertvolle Vitamine entweichen. Obst und Gemüse sind saisonabhängig, du kannst demnach nicht zu jeder Jahreszeit jede gewünschte Speise frisch anrichten. In den Supermarktregalen findest du oftmals nur eine geringe Auswahl an Bioprodukten.

Küchenbehelfe

Bei der eigenhändigen Zubereitung verbergen sich versteckte Kosten. Eine schonende Herstellung verlangt nach geeigneten Küchenbehelfen. Dampfgaren ist effizienter als Kochen, denn bei diesem Vorgang gehen kaum Vitamine verloren. Neben dem Dampfgarer benötigst du einen Pürierstab, um die Zutaten babygerecht zu zerkleinern. BPA-freie Behältnisse zum Einfrieren der vorgekochten Speisen runden deine Ausrüstung ab.

Kombination aus beiden Varianten

Gläschen erweisen sich als praktisch für unterwegs und wenn sich keine Zeit zum Auftauen oder zur frischen Zubereitung findet. Bewahre daher einen Vorrat an gekaufter Babykost zuhause auf, auch wenn du dich dazu entscheidest, Großteils selber zu kochen.
Industrielle Breie kannst du verfeinern, indem du diese beispielsweise mit Obstmus vermengst. Da Biofleisch teuer und die Zubereitung aufwendig ist, bietet es sich an, reine Fleischgläschen in das selbstgekochte Püree zu mischen. Eine Kombination aus beidem spart somit Zeit und Geld.

Fazit

In welcher Form du deinem Baby Beikost anbietest, gestaltet sich primär abhängig von seinen Essgewohnheiten und Geschmacksvorlieben. Manche Säuglinge bevorzugen sehr fein Püriertes, andere wiederum präferieren gematschtes Obst. Bei Gläschen solltest du vor dem Kauf die Zutatenliste kritisch betrachten. Sofern du Bioprodukte verwendest, bietet es sich an, gelegentlich selber zu kochen. Bereitest du größere Mengen auf Vorrat vor und frierst diese ein, erreichst du mit geringem Aufwand eine schmackhafte und kostengünstige Nahrung für deinen Liebling.

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