Die Wahl des geeigneten Kinderarztes

Dein Kinderarzt/deine Kinderärztin begleitet deinen Nachwuchs besonders in seinen ersten Lebensjahren in medizinischer Hinsicht und fungiert als Ansprechperson in allen Fragen rund um die Gesundheit deines Lieblings. Die Suche nach einem geeigneten Pädiater vermag sich als schwierig erweisen, schließlich willst du das gesundheitliche Wohlergehen deines Schützlings in vertrauensvollen und kompetenten Händen wissen. Sammle hier Ratschläge, wie du einen Kinderarzt findest, welcher zu dir und deinem Kleinen passt!

Suchprozess

Im ersten Schritt kannst du das Arztverzeichnis des Telefonbuchs durchblättern oder Ärzte-Suchseiten im Internet mit Bewertungen aufrufen. Erkundige dich bei Jungeltern im Bekanntenkreis nach ihren Erfahrungen mit Medizinern in der Umgebung oder hol dir Empfehlungen von den Kinderschwestern im Krankenhaus ein.
Kläre gemeinsam mit deinem Partner Hauptaspekte, welche für euch einen idealen Kinderarzt auszeichnen. Wähle anhand dieser Kriterien aus den Vorschlägen einen passenden aus.

Grundlegend stellt sich euch die Frage, ob ihr einen Privat- oder einen Kassenvertragsarzt präferiert. Ersterer nimmt sich mehr Zeit für euren Liebling und eure Fragen, außerdem fallen meist kürzere Wartezeiten an. Oftmals ist aber eine Zusatzversicherung nötig, um die höheren Kosten zu decken.

Ordinationsräumlichkeiten und -infrastruktur

Ziehst du einen wohnortnahen Kinderarzt vor, vermeidest du, mit deinem Kleinen im Krankheitsfall eine mühsame Anfahrt in Kauf nehmen zu müssen. Allerdings muss dieser nicht zwingend deinen Vorstellungen einer fachlich und emotional kompetenten Vertrauensperson entsprechen. Bist du nicht bzw. nicht zu jedem Zeitpunkt mobil, prüfe, ob du die Praxis notfalls mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichen kannst. Gepflegte Räumlichkeiten zeugen von Gewissenhaftigkeit der Ordinationsangestellten. Intaktes Spielzeug für unterschiedliche Altersstufen, eine saubere Wickelmöglichkeit, sowie kindgerechtes Mobiliar lassen auf hohe Wertschätzung gegenüber den kleinen Patienten schließen. Insbesondere bei den langfristig geplanten Vorsorgeuntersuchungen sollten kurze Wartezeiten selbstverständlich sein. Bei akut auftretenden Beschwerden ist im Idealfall eine Terminvergabe am selben Tag möglich.

Eigene Bereiche für Kinder mit Infektionen verringern das Risiko einer Ansteckung der gesunden Wartenden. Manche Pädiater bieten sogar spezielle Tage, an welchen ausschließlich Vorsorgeuntersuchungen für jüngere Säuglinge durchgeführt werden, um im Warteraum eine entspannte Atmosphäre für die kleinsten Patienten zu schaffen und gleichzeitig den direkten Kontakt zu kranken Kindern zu meiden.

Vertrauensvolle Atmosphäre

Neben der fachlichen Kompetenz spielen Einfühlungsvermögen und emotionale Fähigkeiten eine maßgebliche Rolle. Eine vertrauensvolle Arzt-Patientenbeziehung ist in doppelter Hinsicht Gold wert. Vordergründig zählt zweifelsohne das Wohlergehen deines Babys. Fühlt es sich wohl, empfindet dein Kleines kommende Gänge zum Kinderarzt nicht als belastend. Beobachte daher die Reaktion deines Schützlings auf das Verhalten des Mediziners ihm/ihr gegenüber. Aber auch du musst ein gutes Gefühl haben, wenn du das Sprechzimmer betrittst, ansonsten wird dein Kind rasch deine Unsicherheit spüren. Sicher kennst du das Gefühl, mit Fach-Chinesisch verunsichert zu werden. Ein einfühlsamer Arzt klärt sachlich und verständlich über Untersuchungen und Behandlungsmethoden, sowie über Vorteile und Nebenwirkungen von Impfungen auf. Dir obliegt die Entscheidung, deinen Liebling impfen zu lassen oder nicht. Eure Privatsphäre muss unbedingt respektiert werden. Du würdest bestimmt nicht wollen, dass andere Wartende eure Krankengeschichte mithören können, oder der Arzt deinen Spross bereits im Wartezimmer „voruntersucht“.

Reflexion des ersten Besuchs

Reflektiere nach eurem ersten Besuch die Behandlungssituation. Antwortet der Pädiater eingängig auf deine Fragen, geht er auf dein Kind ein, entsteht eine ausgewogene Balance zwischen seinen Inputs und deinen Anliegen, welche du ansprechen willst? Fühlst du dich hingegen abgefertigt, wirkt der Arzt inkompetent oder konntest du nicht das nötige Vertrauen aufbauen? Stellt sich noch während deines ersten Besuchs Unzufriedenheit ein, scheue dich nicht vor einem Wechsel!

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