Das letzte Drittel der Schwangerschaft (29. bis 40. Woche)

Die letzten Monate der Schwangerschaft erleben Frauen sehr unterschiedlich. Es kann sein, dass du ungeduldig dem Geburtstermin entgegenfieberst, weil du unter der zunehmenden Unbeweglichkeit leidest. Die Zeit kann nicht schnell genug vorbei gehen, bis dein Kind endlich zur Welt kommt. Das ist häufig bei Müttern der Fall, die das erste Baby erwarten. Meistens aber genießen werdende Mütter diese letzten Wochen ihrer Schwangerschaft und bereiten sich seelisch intensiv auf ihr Kind vor.

Nach wie vor ist vieles erlaubt, solange du dich wohl fühlst. Angst vor körperlichen Aktivitäten oder Sport brauchst du nicht zu haben. Allerdings ist es genauso wichtig, die Signale deines Körpers wahrzunehmen und Überforderung und Müdigkeit nicht zu ignorieren, denn sonst könntest du eine Frühgeburt riskieren.

Veränderungen bei dir
In diesen Wochen wächst dein Baby noch einmal besonders stark.
In der Gebärmutter wird es nun eng für dein Kind, und die eingeschränkte Bewegungsfreiheit quittiert es mit Tritten und Stößen gegen deine Bauchdecke. Jetzt ist es auch schon so schwer, dass deine Wirbelsäule belastet wird und die Beckenvenen durch den Druck nicht mehr so gut durchblutet werden. Darum können sich allgemeine Beschwerden, Krampfadern und geschwollene Beine etwa, einstellen. Der Druck auf die Blase erzeugt bei vielen Frauen häufigen Harndrang.
Da dein Magen durch das Kind nach oben gedrückt wird, kannst du jetzt auch nur noch kleine Portionen essen. Deine Gelenke und die Haut werden durch die Schwangerschaftshormone viel weicher und dehnbarer – alles ein Zeichen der Vorbereitung auf die nahende Geburt.

Deine Gedanken kreisen nun immer stärker um dein Kind, die Geburt, mögliche Komplikationen oder die Sorge, ob es auch gesund zur Welt kommen wird. Das ist völlig normal und keineswegs ein Zeichen von Überempfindlichkeit. Nutze die Gelegenheit, in deiner Geburtsvorbereitungsgruppe über solche Ängste zu sprechen. Die Leiterin kann dir mit Sicherheit viele deiner Sorgen nehmen.

Die Untersuchung beim Frauenarzt
Bis zur 37. Woche reicht die monatliche Vorsorgeuntersuchung aus.
Danach ist es gut, alle zehn Tage deinen Arzt aufzusuchen. Wahrscheinlich wird noch einmal ein Blutbild gemacht, denn am Schluss der Schwangerschaft tritt häufig Blutarmut auf. Eine Ultraschalluntersuchung ist auch jetzt nur bei Risiken notwendig. Wenn du eine Hausgeburt planst, solltest du aber unbedingt die Lage des Mutterkuchens bestimmen lassen.

Veränderungen beim Baby
Jetzt entwickelt sich das Nervensystem deines Kindes und es bildet sich ein Bewusstsein aus. Es kann sogar schon eigene Gedächtnisleistungen vollbringen. Etwa im achten Monat dreht sich dein Baby im Normalfall in die richtige Geburtsposition, mit dem Kopf nach unten. Es nimmt noch einmal an Gewicht zu, bis es in der 40. Woche ungefähr 48 bis 54 cm lang ist und zwischen 2500 und 4500 Gramm wiegt.

Abhilfe bei typischen Beschwerden
Viele Frauen leiden in der Schwangerschaft unter niedrigem Blutdruck
und bekommen öfter Schwindelattacken. Manchmal hilft es schon, etwas zu essen. Dauern die Schwindelanfälle jedoch länger an, solltest du zum Arzt gehen. Der Druck des Babys macht deinen Darm träge und führt zu Verstopfung. Darum musst du viel trinken und dich ballaststoffreich ernähren.

Viele Frauen leiden jetzt auch unter Sodbrennen. Hier hilft es, wenn vor dem Essen etwas warmes Wasser in kleinen Schlucken getrunken wird.

Was du essen kannst
Auch in den letzten Wochen heißt es: Gesund ernähren – also Obst, Gemüse und Milchprodukte essen. Dein Kalorienbedarf ist weiterhin nur leicht erhöht. Empfehlenswert sind Bioprodukte, die auf Schadstoffe getestet wurden. Nimm Ballaststoffe und Vitamine zu dir und trinke viel Wasser und Tee, auch wenn das zu Harndrang führt. Wenn deine „Gelüste“ nach Süßem groß sind, gib ihnen lieber nicht gleich nach. Die überflüssigen Pfunde wirst du nachher nicht so schnell los.

Was du meiden solltest
Weiterhin sind natürlich Alkohol und Tabak tabu. Verzichte während der gesamten Schwangerschaft vielleicht auch lieber auf das Färben deiner Haare. Die darin enthaltenen Chemikalien können dein Baby eventuell schädigen. Schweres Heben solltest du aber generell bleiben lassen.

Ebenso ist nun nicht sie Zeit für längere Reisen. Aufgrund des Gewicht deines Babys sind die eher beschwerlich und sollten, wenn möglich, vermieden werden. Fliegen solltest du nun nur, falls unbedingt nötig. Viele Fluggesellschaften erlauben die Beförderung von Schwangeren nur bis in den siebten Monat.

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3 Reaktionen to “Das letzte Drittel der Schwangerschaft (29. bis 40. Woche)”

  1. Mari says:

    Ach Du meine Güte ist der Artikel schlecht… kleine Schlückchen warmes Wasse helfen beim Sodbrennen?! Bis zur 37. Woche geht man nur alle Wochen zum Gyn…? Und für die Hausgeburt sollte man die lage des Mutterkuchens bestimmen lassen (die Lage der Plazenta sollte immer bestimmt werden und für eine Hausgeburt sind noch ganz andere Faktoren wichtig…)?

  2. kris says:

    hallo,ich finds echt nervig wenn man in solchen beiträgen auch nochmal daraufhin gewiesen wird das man wenn man seinen gelüsten nachgibt die “pfunde nicht wieder los wird”als würde man nicht eh schon genug unter dem schönheitsidealen leiden.in solchen beiträgen über schwangerschaft muss so etwas meiner meinung nach nicht drin stehen!ist sich doch dessen jede frau ständig bewußt.

  3. [...] Und besorgt muss natürlich auch so allerhand werden. Am besten schon vor dem letzen Drittel der Schwangerschaft, denn mit dickem Babybauch durch die Geschäfte zu hetzen, das ist für werdende Mütter Stress pur. Besser: Rechtzeitig Windeln, Babyöl und Kleidung einkaufen. Letztere bekommt man vielleicht auch günstig von Bekannten und Verwandten, oder man erhält sie vielleicht sogar geschenkt. Gerade hier kann man sich eine Menge Geld sparen, weil das kleine Wesen ja ohnehin in Windeseile wieder aus den Stramplern, Jäckchen und Hemdchen heraus wächst. Das Geld kann man dann besser in die großen Anschaffungen wie Kinderwagen und Babybett investieren. [...]

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