Beim Arzt

So eine Scheisse aber auch.
Heute früh hat mich Mama in das Fahrdings gesetzt und wir sind so ne Viertel Stunde unterwegs gewesen. Dann kamen wir irgendwo an, und da haben auch andere Leute gewartet. Ein paar Kollegen von mir waren auch da; einer konnte sogar schon laufen! Ich hab mich mit dem unterhalten wollen, aber der ist einfach an mir vorbeigestiefelt. Eingebildeter Eimer, der.
Nach und nach sind die alle in so ein Zimmer reingegangen, nach ein paar Minuten wieder rausgekommen und dann verschwunden. Irgendwann sind auch die Mama und ich in das Zimmer rein. Da drinne gab es irre viel Spielzeug, bunte Drehdingse, einen Plüsch-Wauwau und ein Typ war auch da drin, mit einem weißen Kittel an. Ich bin mir nicht sicher, aber ich glaube, den hatte ich schonmal gesehen. Jedenfalls schien er mich zu kennen, weil er dauernd irgendwas von „wuah gleina Nikki“ und „Nikki 63 sendiemeta“ gefaselt hat. Aber dann hat er mich hingelegt und kam mit so einem spitzen Piekseding an. „Watt willst du mit der Spritze, sprich…“ dacht ich noch, da hat der Typ mir das Ding schon voll ins Bein reingerammt. AUA, das tat weh! Ich wollte ihm eigentlich eine in die Hundert treten, aber er ist elegant zur Seite gesprungen.
Naja, nun sind wir wieder zu Hause  und mein Bein tut weh, sag ich euch. Hoffentlich wird das wieder besser, wenn ich ‘ne Runde drüber schlafe. Und wenn ich den Typen nochmal sehe, dann kann der aber was erleben! So eine Scheisse aber auch…

Gute Nacht.

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Eine Reaktion to “Beim Arzt”

  1. [...] Da war er ja wieder, der Horst, in seinem weißen Kittel, wo der mich doch letzens in mein Bein gepiekst hatte, so dass es den ganzen Tag noch weh tat. Er schaute mich an, hob mich hoch und legte mich auf ein [...]

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