Windel wechseln, wunder Po

baby mit windel

Besondere Aufmerksamkeit verdient die Windelregion. Mehrmals am Tag sollte dein Baby eine frische Windel bekommen, denn gerade im Windelbereich ist die Haut sehr angreifbar.

Wann muss man die Windel wechseln?
Auf jeden Fall muss dein Baby frisch gewickelt werden, wenn die Windel „voll“ ist, also nach jedem Stuhlgang, oder nach mehreren „Pipi“, wenn sich die Windel schon feucht oder vollgesaugt anfühlt.
Je älter dein Baby wird, desto seltener muss es im Verlauf eines Tages gewickelt werden. Anfangs, in den ersten Monaten, kann es durchaus sein, dass tagsüber die Windel aller zwei bis drei Stunden gewechselt werden muss. Zum Ende des ersten Jahres reicht eine Windel möglicherweise fünf bis sechs Stunden. Nachts muss man dann normalerweise nur einmal wechseln, und dann auch nur, wenn es nötig ist.

Wie wird eine Windel gewechselt?
Idealerweise hast du einen Wickeltisch, dessen Höhe so bemessen ist, dass du dich nicht zu tief bücken musst. Ein normaler Tisch oder eine andere ebene Oberfläche tut es aber auch. Empfehlenswert ist eine Baby-Wickelunterlage, die sich leicht abwaschen lässt, falls sie beim Windel wechseln schmutzig wird (und das wird sie bestimmt ab und an!).
Wenn die Windel nur nass ist, ist das Wechseln schnell erledigt: Volle Windel ab, neue Windel dran. Fertig.
Wenn dein Baby aber ein Häufchen gemacht hat, dann bedarf es einer gründlichen Pflege der Windelregion: Du entfernst die volle Windel und legst sie ausser Reichweite deines Kindes. Mit einem Zellstofftuch entfernst du zunächst den gröbsten Schmutz vom Popo. Feuchttücher sind nun ideal, um ihn gründlich abzuwischen. Du kannst auch Öl auf pflanzlicher Basis und ein zartes Tuch oder Zellstoff zur Hautreinigung verwenden. Achte darauf, dass du auch Schmutz, der sich in Hautfalten (am Bein oder unter den Hoden) versteckt, entfernst. Bei Mädchen ist dabei immer „von vorne nach hinten“ zu wischen, damit keine Bakterien in die Scheide gelangen können. Achte darauf, dass die Haut trocken ist, wenn du jetzt die neue Windel anlegst.

Wunder Po, was tun?
Das feuchte, warme Klima unter der Windel bietet idealen Nährboden für Bakterien aus Stuhl und Urin, die die zarte Babyhaut angreifen. Eventuell fallen dir deutliche Hautrötungen oder gar kleine Bläschen und Nässen im Windelbereich deines Babies auf. Dann ist zusätzliche Pflege nötig.
Am wichtigsten ist, dass die Haut „atmen“ kann, also dass sie frische Luft bekommt. Lass dein Baby ein Weilchen mit nacktem Po strampeln. Falls es warm genug ist, kann es auch für eine längere Zeit (eine halbe Stunde) „unten ohne“ umherlaufen oder -krabbeln (Babies lieben die Freiheit unten rum). Der wunde Bereich sollte mit spezieller Wundschutzcreme für Babies eingecremt werden. Die Creme sollte nicht zu dicht aufgetragen werden; frühere Cremerückstände solltest du mit Babyöl und einem weichen Tuch entfernen. Generell musst die Windel nun deutlich häufiger gewechselt werden, als sonst, damit die Haut nicht weiter gereizt wird.
Wenn die Rötung anhält, oder sich offene Stellen bilden, muss bald der Kinderarzt aufgesucht werden, um eine großflächige (und schmerzhafte) Infektion zu vermeiden.

Fast jedes Baby leidet einmal unter einem „wunden Po“, aber bei guter und umfassender Hautpflege sollte das innerhalb weniger Tage heilen.

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Eine Reaktion to “Windel wechseln, wunder Po”

  1. [...] immer ist übrigens die Ernährung an der Verstopfung schuld. Auch ein wunder Po kann zu Verstopfung führen, denn wenn das Baby beim Stuhlgang Schmerzen verspürt, versucht es [...]

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