Die Qual der Vornamenwahl

Kaum eine Entscheidung, die werdende Eltern treffen müssen, ist so dauerhaft, wie die Wahl eines Vornamen für das Kind. Es gibt ganz unterschiedliche Strategien und Vorblieben, und oft machen sich Paare die Entscheidung nicht leicht.
Ein Team der Universität Chemnitz hat unlängst einmal eine Liste zusammengestellt, welche Kriterien Eltern dabei generell berücksichtigen. Die Punkte überraschen eigentlich kaum, vieles davon hättest du sicher selbst auch vermutet. Wo du Schwerpunkte setzt, bleibt ganz dir überlassen. Alle Kriterien mit einem Namen erfüllen zu wollen, wird sicher schwer. Also was wird bei der Vornamenfindung berücksichtigt:

  • Der Vorname soll zum Nachnamen passen.
  • Die Länge des muss stimmen.
  • Der Name soll entweder leicht zu schreiben sein, oder eine ausgefallene Schreibweise haben.
  • Der Name soll keine negativen Assoziationen hervorrufen und nicht anfällig für Hänseleien sein.
  • Der Name soll (k)einen religiösen Bezug haben.
  • Der Vorname des Kindes soll gut zum eignen Namen passen.
  • Der Name soll ausgefallen / geläufig sein.
  • Der Name soll modern / altmodisch sein.
  • Der Name soll auch im lokalen Dialekt unentstellt ausgesprochen werden können.
  • Er soll eine besondere Bedeutung tragen.
  • Der Name soll sowohl zum Baby, zum Heranwachsenden, als auch zum erwachsenen Kind passen.
  • Der Name kann mit einer Kurzform verwendet werden.

Anfügen möchten wir noch, dass Eltern gern auch zu Namen greifen, die evtl. zu Namen älterer Geschwister gut passen, nicht, indem die Namen alliterieren (Christine und Christian), sondern eher, dass es einen inhaltlichen Bezug gibt. So kann z.B. das jüngere Kind einen Namen aus der germanischen Sagenwelt bekommen, wenn das Geschwisterchen auch einen solchen hat. Oder Elemente der Namen können die gleiche Bedeutung tragen, wie z.B. die Namen Bernice und Nicolas, die das Element „nike“, den Namen der griechischen Siegesgötting, gemein haben.

Der Lackmustest für einen Vornamen schlechthin ist aber, ihn in der Öffentlichkeit verwenden zu können: Kannst du dein Kind tatsächlich damit rufen, ohne peinlich berührt zu sein?

Es lohnt, die Entscheidung nicht zu überstürzen, mögliche Kandidaten aufzulisten und mehrere Wochen zu überdenken. Quellen, in denen du Namen finden kannst, gibt es zur Genüge im Alltag, oder natürlich im Internet.
Besonders empfehlenswert ist übrigens dieses Vornamen-Lexikon. Dort gibt es – zugegeben – recht wenige Namen, aber sie sind alle detailiert nach ihren Assoziationen bewertet.

Wir wünschen viel Erfolg bei der Namenswahl!

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