Hausgeburt beim zweiten Kind

Wir erfuhren von der Schwangerschaft, als unsere große Tochter erst acht Monate alt war. Auf unserer Hochzeit war ich bereits unwissend schwanger und ein Familienfreund kommentierte die kurzen Pausen, die ich eigentlich wegen meiner unbequemen Brautschuhe machte, mit dem Satz: “Schwangere Braut setzt sich hin.” Wenn er geahnt hätte, wie Recht er mit diesem Spaß hatte…
Wir haben uns sehr gefreut, als wir auf den positiven Schwangerschaftstest sahen, auch wenn wir ein mulmiges Gefühl hatten, weil uns bewusst war, was für anstrengenden Zeiten ins Haus standen.

Nachdem während der Schwangerschaft alles in Ordnung war und ich bereits eine Geburt im Geburtshaus erlebt hatte, entschied ich mich für eine Hausgeburt, die von einer sehr erfahrenen Hebamme begleitet wurde.
Während der Eröffnungsphase lag ich zunächst ab ungefähr 15 Uhr auf dem Sofa und dann ab 16.30 Uhr in unserer Badewanne. Ich spürte erstaunlich schnell, dass man die Hebamme anrufen musste.
Ich wurde während der einsetzenden Presswehen ins Wohnzimmer befördert, wo mein Mann schnell einen Berg Bettwäsche auf den Boden warf. Kaum hatte ich mich dorthin gelegt, meinte meine Hebamme nur: “Oh, ich mach der Kleinen gleich ein paar Zöpfe, wenn du sie nun nicht auf die Welt lässt!” Und genau das habe ich dann getan.

Nach der Geburt haben wir zu Dritt Tee getrunken und Paulina schlief in meinem Arm. Es war ein sehr harmonisches Geburtserlebnis für uns alle und Paulina ist ein sehr zufriedenes, entspanntes Baby, mit dem wir sehr glücklich sind.

Saskia (33), Duisburg

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