Beginn der Geburt: die Wehen

Gegen Ende der Schwangerschaft erwarten fast alle werdenden Mamas ungeduldig die ersten Anzeichen der Geburt: die Wehen. Dabei sind die ersten Wehen, die du spürst, meist Vor- oder Senkwehen. Sie leiten noch nicht die Geburt ein, sondern schieben das Baby nach unten, in den Geburtskanal, Richtung Beckenboden. Der Gebärmutterhals wird dadurch gelockert, gedehnt und auf die eigentliche Geburt vorbereitet. Ein positiver Nebeneffekt: Der Druck auf das Zwerchfell lässt nach, so dass du wieder leichter atmen kannst.

Woran erkennst du Senkwehen?
Senkwehen sind genau wie Geburtswehen Muskelkontraktionen der Gebärmutter. Sei können zum Ende der Schwangerschaft mehrmals auftreten. Du spürst sie meist erstmalig ab der 36./37. Schwangerschaftswoche. Dann verhärtet sich der Unterbauch, du spürst ein Ziehen im Bauch und im Rücken.

Die Wehen kommen intervallartig, meist in Abständen von etwa fünfzehn Minuten. Im Gegensatz zu echten Geburtswehen verkürzen sich die Abstände der Wehen aber nicht. Diese Senkwehen sind meist nur leicht spürbar, können aber auch heftiger ausfallen. Dann sind die werdenden Mamas oft unschlüssig, ob es sich nicht doch um echte Geburtswehen handelt.
Ein einfacher Test kann hier die Wehen als Senkwehen “entlarven”: Lege dich in eine Badewanne mit warmem Wasser (nicht zu heiß!). Senkwehen schwächen sich dann ab, während sich Geburtswehen verstärken.

Die Geburtswehen
Steht die Geburt dann bevor, werden die ersten Geburtswehen spürbar. Diese Spannungen der Muskulatur eröffnen den Muttermund und schieben das Baby langsam durch den Geburtskanal. Die Kontraktionen beginnen im Oberbauch und breiten sich dann nach unter aus. Du fühlst sie als ziehenden, sich verstärkenden Schmerz in Rücken und Bauch, der etwa eine Minute anhält und dann wieder nachlässt.

Am Anfang treten die Wehen etwa im Abstand von 20 Minuten auf. Dieser Abstand verkürzt sich mit dem Fortschreiten der Geburt. Wenn der Abstand zwischen den Wehen etwa fünf bis zehn Minuten beträgt, ist es Zeit, in die Geburtsklinik zu fahren.

In den nächsten Stunden verringert sich der Abstand zwischen den Wehen immer weiter und die Intensität der Wehen nimmt zu. Ist der Muttermund dann vollständig eröffnet, beginnt die
“Austreibungsphase”, der Höhepunkt der Geburt.

Sie wird von Presswehen, den stärksten Wehen, begleitet. Diese letzten Wehen schieben erst das Köpfchen, dann den Körper des Babys, durch den Muttermund und vollenden so die Geburt.

Welche Anzeichen für eine bevorstehende Geburt gibt es noch?
Das “Zeichnen” begleitet oft die ersten Geburtswehen. Es handelt sich dabei um einen einen leicht blutigen Schleimpfropf, der während der Schwangerschaft den Muttermund verschlossen gehalten hat und den der Muttermund nun abgibt. Du merkst das an einer leichten Blutung.

Auch der Sprung der Fruchtblase zeigt die bevorstehende Geburt an. Du verlierst dann Fruchtwasser, entweder nur tröpfchenweise oder auch in einem Schwall.
Dann solltest du dich gleich in die Klinik begeben, ohne weitere Wehentätigkeit abzuwarten.

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