Verplant: betrunken bei der Geburt

Ich wurde von meiner Schwangerschaft überrascht. Mit 19 Jahren, mitten in der Ausbildung, war das nicht geplant. Mein Freund war zwar sehr liebevoll, aber die Angst, doch alleine dazustehen blieb. Doch er freute sich mit mir auf unser Kind. Von Familie und Freunden wurden wir schonmal mit Babysachen überschüttet.

In der Schangerschaft mit meiner Tochter blieb ich weitgehends von “Unannehmlichkleiten” verschont, abgesehen von dauerhafter Müdigkeit. Ich hätte 20 Stunden am Tag schlafen können. Aber ich genoß die Kindsbewegungen, den wachsenden Bauch, die Herztöne beim Arztbesuch und unsere Versuche, die unkenntlichen Ultraschallbilder zu entziffern.
Unsere Tochter meldete sich dann plötzlich mitten in der Nacht, gut zehn Tage vor dem errechneten Geburtstermin. Also rief ich meinen Freund an, der aber leider nicht von seiner Grillfeier wegkam. Er hatte zu viel getrunken. Stattdessen rief ich eben meine beste Freundin an, die etwas schlaftrunken am Telefon mit dem Satz: “Es ist soweit, es geht los.”, zuerst gar nichts anfangen konnte.
Sie fuhr mich ins Krankenhaus. Mein Freund stieß wenig späte hinzu. Dort wurde ich dann etwas seltsam von Hebammen und Schwestern beäugt: junge 19-jährige Mutter mit völlig betrunkenem Vater, das gab kein wirklich gutes Bild ab.
Glücklicherweise ließ meine Kleine sich dann doch noch Zeit, so dass ihr Vater um drei Uhr morgens doch erst einmal nach Hause ging. Es sollte noch dauern. Zehn Stunden später - ich war inzwischen völlig erledigt – kamen meine Presswehen. Mein Frend wachte nun auch, inzwischen nüchtern, neben meinem Bett. Dann ging alles recht flott und endlich war unsere Tochter Astrid auf der Welt. Ich war zwar totmüde aber sehr glücklich mein Kind im Arm zu halten.

Zuhause war das kleine Wesen so problemlos und erfreulich, wie die Schwangerschaft. Inzischen ist sie vier Monate, schläft nachts fast durch und ansonsten wächst sie, kuschelt und spielt. Abgesehen von Hunger- oder volle Windelquengeln ist sie ein echter Sonnenschein.

Nora (19), Hameln

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