Es kotzt mich an: Tim´s neues Hobby

Babies sind neugierig, sie wollen alles entdecken. Das ist ihr Job. Dazu gehört auch, dass Erforschen von Körperregionen und -öffnungen.
Unser Tim ist da auch keine Ausnahme, obwohl mich sein neuester Zeitvertreib ziemlich ankotzt, ihn sogar noch mehr - und zwar im Wortsinn.

Seit einigen Tage hat er furchtbare Freude daran, sich seinen Finger in den Hals zu stecken, wahlweise mal von der linken und der rechten Hand, und die Grenze zum Brechreiz auszuloten. Oft genug geht das gut, und sein Brechreiz setzt zwar ein, aber er behält alles bei sich.

Manchmal aber auch nicht.

Heute hatten wir ihn abends mit seinem Fläschchen ins Bett gebracht. Er schläft am besten beim Trinken ein. Nachdem er nun aber seine Flasche alle hatte, setzte wohl sein Experimentiertrieb ein und plötzlich fing er an panisch und laut zu schreien. Mit einer schlimmen Vermutung rannte ich in sein Zimmer. Und da saß er, in seinem Bettchen, in der Mitte einer großen, weissen, klebrigen Lache. Der Matz hatte sich von oben bis unten mit seinem Abendessen eingedeckt, sein ganzes Gesicht war voll damit, und war nun verständlicherweise ein bisschen panisch.

Naja, es wäre beinahe unterhaltsam gewesen, nur dachten wir eigentlich auch an einen entspannten Abend und wollten zeitig ins Bett. Daraus wurde erstmal nichts, denn der Kleine musste aus seinem verklebten Pyjama befreit werden, dann unter die Dusche und sein Bettzeug musste sofort in die Waschmaschine.
Die Matratze sollten wir dann aber nicht mehr trocken bekommen, und so schlief er dann gut eine halbe Stunde später bei uns im Bett.

Jetzt hoffe ich nur, dass er bald ein neues Hobby findet, aber bisher scheint er immer noch Spaß daran zu haben, sich den Finger in den Hals zu stecken.


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